Kostenberechnung

Eine Jahreslieferung, die je nach Verbrauch im Schnitt für zwei bis vier Familienmitglieder reicht, entspricht einem Ernteanteil. Der Bauer überschlägt die zu erwartende Ernte, um zu wissen, wie viele Ernteanteile er an Abnehmer vergeben kann. Auf dieser Basis berechnet er zuerst, wie hoch die Produktionskosten mit allen Lohn- und Nebenkosten für die Anteile im Jahr werden. Daraus lässt sich errechnen, was ein Ernteanteil im Schnitt kostet. Für das Erntejahr 2019 wurden 50 Ernteanteile vergeben.

Bieterverfahren

In einem stillen Bieterverfahren gibt jeder an, wieviel er bereit ist zu zahlen. An dieser Stelle kommt die Solidarität ins Spiel: Denn nicht jeder Abnehmer ist in der Lage, den errechneten Ernteanteil pro Monat zu bezahlen (2019: 73,67 EUR). Für andere ist es kein Problem, ein paar Euros drauf zu legen.

Jeder Bieter schreibt dabei sein Gebot anonym auf einen Zettel. Wenn die kalkulierte Gesamtsumme des Bauern zusammen kommt, ist alles klar und die entsprechenden Lieferverträge können unterschrieben werden. Wenn die Summe nicht zusammen kommt, wird eine neue Bieterrunde aufgerufen und jeder überlegt für sich, was er doch noch drauf legen könnte. Das wird so lange gemacht, bis die nötige Summe zusammen kommt.

2019 wurde die kalkulierte Summe gleich in der ersten Runde erreicht.